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Wichtiger Hinweis: Stressfrei-Amt ist ein KI-Erklärungstool – kein Rechtsberater. Die Ergebnisse sind unverbindlich und ersetzen keine Rechtsberatung. Kostenlose Beratungsstellen findest du hier.

Arbeitsvertrag kündigen

Laden Sie Ihren Arbeitsvertrag hoch. Wir prüfen Frist, Probezeit und Befristung zuerst und zeigen danach die passende Option.

Wer den Job wechseln oder kündigen will, steht oft unter emotionalem Druck — und macht dann Fehler bei der Form. Eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer ist an klare Regeln gebunden. Ein falsches Datum, die fehlende Unterschrift oder eine Kündigung per E-Mail können dazu führen, dass die Kündigung rechtlich unwirksam ist und man faktisch noch im alten Arbeitsverhältnis steht.

Kündigungsfristen: Was § 622 BGB vorschreibt

Für Arbeitnehmer gilt die gesetzliche Grundkündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats (§ 622 Abs. 1 BGB). Das bedeutet: Man kann nicht zum beliebigen Datum kündigen, sondern immer nur zum 15. oder zum Monatsende.

Während einer vereinbarten Probezeit (maximal sechs Monate) gilt eine Frist von zwei Wochen — ohne Bindung an den 15. oder Monatsende.

Im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag können längere Kündigungsfristen auch für Arbeitnehmer vereinbart sein. Das ist zulässig, solange die vereinbarte Frist nicht länger ist als die gesetzliche Frist des Arbeitgebers. Im Zweifel lohnt sich ein Blick in den Vertrag und den geltenden Tarifvertrag.

Was nach der Kündigung ansteht

Resturlaub: Nicht genommener Urlaub muss ausgezahlt oder in der Restlaufzeit gewährt werden. Der Arbeitgeber darf nicht einfach verfallen lassen.

Arbeitszeugnis: Arbeitnehmer haben Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Dieses sollte zeitnah angefordert werden — am besten schon in der Kündigung oder kurz danach.

Arbeitslosmeldung: Wer nach der Kündigung nicht sofort in einen neuen Job wechselt, muss sich innerhalb von drei Tagen nach Bekanntwerden der Kündigung bei der Agentur für Arbeit melden — um Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld zu vermeiden.

So kündigen Sie den Arbeitsvertrag richtig

Die Schriftform ist zwingend vorgeschrieben (§ 623 BGB). Eine Kündigung per E-Mail, WhatsApp oder mündlich ist rechtlich unwirksam — egal, was der Arbeitgeber dazu sagt.

So gehen Sie vor: Kündigung handschriftlich unterschreiben, persönlich übergeben und Empfang quittieren lassen — oder per Einschreiben mit Rückschein. Kündigungstermin klar benennen (15. oder Monatsende). Auf Rückmeldung des Arbeitgebers warten (Freigabe Resturlaub, Zeugnisanforderung).

Wer in der Probezeit kündigt, kann auch zum nächstmöglichen Datum kündigen — ohne Bindung an den 15. oder Monatsende.

Häufige Fehler beim Arbeitsvertrag kündigen

Kündigung per E-Mail: Die E-Mail-Kündigung ist unwirksam. Punkt. Selbst wenn der Chef antwortet und bestätigt — rechtlich hält das einer Prüfung nicht stand (§ 623 BGB).

Falschen Termin genannt: „Ich kündige zum 20. März" ist kein zulässiger Kündigungstermin. Es gilt nur der 15. oder Monatsende. Solche Fehler können dazu führen, dass die Kündigung auf den nächsten zulässigen Termin verschoben wird.

Kein Empfangsnachweis: Wer die Kündigung einfach auf den Schreibtisch des Chefs legt oder in den Briefkasten wirft, hat keinen Nachweis. Persönliche Übergabe mit Quittung oder Einschreiben.

Zeugnis vergessen anzufordern: Viele denken erst Wochen nach dem letzten Arbeitstag daran. Das Zeugnis läuft nicht ab — aber der Kontakt wird schwieriger.

Musterschreiben

Hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis als [Berufsbezeichnung] bei [Arbeitgeber] ordentlich und fristgerecht zum [Datum, z.B. 31. Mai 2026]. Ich bitte um schriftliche Bestätigung der Kündigung sowie um Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses.

Dieser Text dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Im Einzelfall empfiehlt sich die Beratung durch eine zugelassene Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.

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Häufige Fragen

Wie kündige ich meinen Arbeitsvertrag?

Laden Sie Ihren Arbeitsvertrag hoch. Wir prüfen Frist, Probezeit, Befristung und weitere Hinweise und zeigen danach die passende Option an.

Welche Kündigungsfrist gilt bei einem Arbeitsvertrag?

Die Frist hängt von Vertrag, Probezeit, Tarifbindung und Betriebszugehörigkeit ab. Wir zeigen Ihnen die maßgebliche Stelle und den nächsten sinnvollen Termin.

Kann ich statt einer Kündigung auch andere Schreiben erstellen?

Ja. Je nach Situation können auch ein Auflösungsvertrag, eine Stellungnahme zur Abmahnung, ein Arbeitszeugnis oder weitere Schreiben sinnvoll sein.

Was kostet die Erstellung des Kündigungsbriefs?

PDF ab 2,99 €, Briefversand 5,99 €, Einschreiben 9,99 €.

Wie lange dauert die Bearbeitung?

Die erste Prüfung startet nach dem Upload. Danach sehen Sie die nächsten Schritte und Optionen.