Nullrunde beim Bürgergeld 2026: So holst du trotzdem mehr heraus
Die Nachricht ist klar: Die Regelsätze für das Bürgergeld bleiben im Jahr 2026 voraussichtlich unverändert. Nach den Anpassungen in den Vorjahren bedeutet dies für viele Leistungsberechtigte eine 'Nullrunde'. Doch auch wenn die Regelsätze stagnieren, gibt es Wege, wie du trotzdem mehr aus deinem Bürgergeld-Bescheid herausholen kannst.
Dein Bescheid ist nicht in Stein gemeißelt: Häufige Fehler und wie du sie findest
Statistiken zeigen, dass ein erheblicher Anteil der Bürgergeld-Bescheide fehlerhaft ist. Hier sind die häufigsten Bereiche: 1. Falsche Einkommensanrechnung: Wurden Freibeträge korrekt angewendet? 2. Unzureichende Berücksichtigung von Mehrbedarfen: Alleinerziehung, Schwangerschaft, Behinderung, kostenaufwändige Ernährung 3. Kosten der Unterkunft (KdU): Werden tatsächliche Miet- und Heizkosten vollständig anerkannt? 4. Vermögensanrechnung: Wurde das Schonvermögen korrekt berechnet? 5. Falsche Bedarfsgemeinschaft: Ist die Zusammensetzung korrekt ermittelt?
So holst du mehr heraus: Dein Fahrplan
• Bescheid gründlich prüfen: Gehe jeden Punkt genau durch und vergleiche mit deiner tatsächlichen Situation. • Fehler identifizieren: Achte auf die oben genannten häufigen Fehlerquellen. • Widerspruch einlegen: Wenn du Fehler findest, lege innerhalb der Frist (1 Monat nach Zustellung) Widerspruch ein. • Überprüfungsantrag stellen: Auch wenn die Widerspruchsfrist abgelaufen ist, kannst du einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X stellen. Damit können Bescheide bis zu einem Jahr rückwirkend korrigiert werden.
Experten-Tipp
Ein Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X ist auch dann möglich, wenn die Widerspruchsfrist bereits abgelaufen ist. Bei einer Nachzahlung für 12 Monate können schnell mehrere hundert Euro zusammenkommen.
Fazit
Auch wenn die Regelsätze nicht steigen, kannst du durch eine genaue Prüfung deines Bescheides und die Geltendmachung deiner Rechte finanzielle Vorteile erzielen. Lass deinen Bescheid jetzt prüfen.